Herr über Europa

2019 jährt sich der Geburtstag eines Mannes, der die jüngere Geschichte Europas wie nur wenige andere geprägt hat, zum 250. Mal: Das Leben von Napoleon zeichnet eine im Verlag C.H. Beck erschiene Biografie nach.

Verfasst hat sie ein absoluter Experte: Adam Zamoyski gelangen ja schon zwei Bestseller über diese prägende Epoche des 19. Jahrhunderts: 1812. Napoleons Feldzug in Russland und 1815. Napoleons Sturz und der Wiener Kongress standen schon im Zeichen des Sohnes einer armen korsischen Familie, der mit 26 schon General war und später Monarchen zum Zittern brachte.

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Zugleich war er Hoffnungsträger der Völker, die ein Ende der Unterdrückung durch ihre Herrscher und insofern eine Zeitenwende herbeisehnten. Für einige Jahre war Napoleon tatsächlich der Herrscher Europas, den nichts aufhalten zu können schien – bis er sich am russischen Winter die Zähne ausbiss. Und er einen schmählichen Rückzug antreten musste (nicht nur von diesem Feldzug).

Der in London und Polen lebende Historiker belässt es in seiner Biografie nicht bei der trockenen Materie, sondern beleuchtet Konstellationen und Akteure auf der Bühne der Weltgeschichte auch durch Anekdoten und Beobachtungen. Und so macht es Spaß, die Stationen dieses unglaublichen Lebens noch einmal nachzuvollziehen.

Adam Zamoyski: „Napoleon. Ein Leben“; Biografie; Verlag C.H. Beck, München 2018; 863 Seiten mit 39 Abbildungen und 28 Karten; 29,95 Euro

 

 

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