Vier L gegen das Altern

Es ist dein alter Spruch: „Jeder möchte gern alt werden. Aber keiner will alt sein.“ Diesem Phänomen geht auch der Tübinger Philosoph Otfried Höffe in einem Buch aus dem Verlag C.H. Beck nach.

Eine der wichtigsten Übungen des Lebens ist für ihn Die hohe Kunst des Alterns. Altern wolle nämlich gelernt sein. Und daher beleuchtet er auch die ökonomischen, medizinischen, juristischen und sozialen Aspekte dieses Prozesses, um den kein Mensch herumkommt, der an Jahren zulegt.

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Seine „goldene Regel“ lautet dabei: „Was Du als Kind nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Älteren zu!“. Und insofern ist sein Buch auch eine Streitschrift gegen die Übermacht der Ökonomie und die Dominanz negativer Altersbilder. Letzteren stellte er das Gegenbild der „gewonnenen Jahre“ entgegen – und setzt dabei nicht zuletzt auf die vier L: Laufen, Lernen, Lieben und Lachen.

Denn auch die Forschung habe die Intuition schon längst bestätigt: Die Kräfte, die einem Alter, das zur Plagge wird, entgegenwirken, leben im Grunde schon in einem selbst. Man muss ihnen nur zum Durchbruch verhelfen.

Otfried Höffe: „Die hohe Kunst des Alterns. Kleine Philosophie des guten Lebens“; Verlag C.H. Beck, München 2018; 192 Seiten; 18 Euro (als E-Book 13,99 Euro)

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