Wissenschaftler und Menschenfreund

In Ulm stand das Geburtshaus eines Mannes, der die Naturwissenschaft des 20. Jahrhunderts prägen sollte wie kein anderer: Doch Albert Einstein war weit mehr als „nur“ ein Physiker. Das macht Walter Isaacson in einem neuen Buch aus dem Verlag LangenMüller deutlich.

Eigentlich dachte man, alles wäre in der Physik beschrieben, gesagt, bewiesen – doch Einstein stellte alles auf dem Kopf und unter Beweis, wie relativ zwar nicht alles, aber doch das Allermeiste ist. Das ist quasi die philosophische Dimension seines Schaffens.

Der ehemalige Geschäftsführer des amerikanischen Fernsehsenders CNN und Chefredakteur des Time Magazine nähert sich dem großen Denker dabei aus den verschiedensten Richtungen – und porträtiert ihn als Kind und jungen Mann (sowie keineswegs rundum erfolgreichen Schüler), als Mitarbeiter im Patentamt der Eidgenossenschaft, als genialen Entdecker der Quanten- und Relativitätstheorie, als gescheiterten Ehemann, als Flüchtling nach Amerika, als Nobelpreisträger, als Pazifisten, als Wegbreiter der Atombombe, als Menschenfreund, als Juden, als lebenslangen Sucher und und und…

Trotz seiner Fülle hat das Buch dabei einen Umfang, der es noch lesbar macht. Lesenswert ist es allemal.

Walter Isaacson: „Einstein – sein Leben, seine Forschung, sein Vermächtnis“; Biographie; LangenMüller Verlag, Stuttgart 2020; 160 Seiten; 22 Euro

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