Atem – Kraft des Lebens

Aufatmen, durchatmen, Atemholen, Atempause – der Atem ist untrennbar mit dem Leben des Menschen verbunden. In vielen Religionen steht er in engster Verbindung mit dem Göttlichen. Der Religionswissenschaftler, Theologe und Volkskundler Georg Schwikart geht in einem neuen Buch aus dem Verlag Neue Stadt vor allem auf die Bedeutung des Atems im Christentum ein.

„Kommt, atmet auf, Ihr sollt leben!“, heißt ein modernes Kirchenlied. Und es widmet sich dabei der Sehnsucht vieler Menschen, einen Weg aus der Bedrückung und auch Unterdrückung zu finden und wieder „frei schnaufen“ zu können, wie der Schwabe zu sagen pflegt. Auch den Menschen in der Bibel ist dies wohl vertraut, schließlich kommt das Wortfeld „Atem“ um die 100 Mal in der Heiligen Schrift vor – in den verschiedensten Zusammenhängen.

Der Atem markiert dabei gewissermaßen den Beginn der Menschheitsgeschichte: denn Gott persönlich bläst ihn Adam ein. Und seither gilt: Wer lebt, atmet; wer atmet, lebt. Allen Facetten dieser Tatsache geht Schwikart in seiner meditativen Spurensuche dabei nach – bis hin zum Tod, in dem man den letzten Atemzug tut. Empfangen und Loslassen ist da ebenso ein Thema wie das, was einem die Luft zu nehmen und den Atem zu rauben vermag, aber auch der Atem der Liebe und Gottes Geist.

Und am Ende kann man dann auch in den großen Jubelruf einstimmen: „Alles, was Odem hat, lobe den Herren!“

Georg Schwikart: „Du, mein Lebensatem“; Verlag Neue Stadt, München 2020; 112 Seiten; 15 Euro

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