Heilen wie in alter Zeit

Alles ist machbar – dieses denken hat auch in der Medizin Platz gegriffen. Vielleicht liegt es ja daran, dass sich so viele Menschen nach Heilmitteln sehnen, die näher an der Natur und weiter von der Technik entfernt sind. Wie zu Zeiten von Hildegard von Bingen. Dieser Sehnsucht widmet sich Wighard Strehlow in einem Buch aus dem Verlag Knaur Leben.

Gesund von Kopf bis Fuß könne man mit der Hildegard-Heilkunde von A bis Z werden und bleiben, ist der renommierte Experte für die mittelalterliche Äbtissin, für die der Begriff „Heilige“ ja oft auch „Heilende“ bedeutete, überzeugt. Und er geht in seinem Kompendium über die Hildegard-Heilmittel auch sowohl auf die Kräfte verschiedener Edelsteine als auch auf die heilende Wirkung von Dinkel, Obstsorten, Kräutern, Elixieren und Salben ein.

Strehlow teilt mit Hildegard von Bingen die Auffassung, daß Heilung ein ganzheitlicher Prozess sei, der in vier Richtungen gleichzeitig erfolgen müsse – und zwar im göttlich-religiösen, dem kosmischen, dem körperlichen und dem seelischen Bereich. Alle Krankheiten gelte es daher, in engem Zusammenhang mit der persönlichen Beziehung des jeweiligen Menschen zu Gott gesehen. Übrigens: Hildegard reiht auch „ewige Unzufriedenheit, Pessimismus und Meckerei“ unter die Krankheiten ein.

Wighard Strehlow: „Hildegard-Heilkunde von A bis Z“; Ratgeber; Verlag Knaur Leben, München 2019; 332 Seiten; 9,99 Euro

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