Auf der Flucht

Menschen auf der Flucht – das ist keineswegs nur ein Thema des 21. Jahrhunderts. Im Grunde war das nie anders. Dafür schärft Johann Hinrich Claussens Buch aus dem Verlag C.H. Beck die Sinne.

Für den Kulturbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland ist die Bibel nämlich auch Das Buch der Flucht. In ihr spielten nämlich Menschen zentrale Rollen, die vertrieben und verschleppt worden seien, fliehen hätten müssen, Heimat suchten und in der Fremde lebten.

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Diese Geschichten sieht er durchaus als eine Art roten Faden durch das gesamte Buch der Bücher, der freilich bisher kaum wahrgenommen worden sei.

Auf 40 Stationen geht der Autor bei seiner Spurensuche ein. Um die Vertreibung aus dem Paradies geht es da ebenso wie um den Auszug aus Ägypten und Jesus und seine Apostel, die heimatlos durch die Welt gezogen seien.

Aus seiner Sicht ist die Bibel nicht zuletzt „ein Produkt traumatischer Erfahrungen“. Ihre Geschichten, Lieder, Gebote und Theologien hätten Verfolgte und Vertriebene eine neue, unverlierbare Heimat geschenkt – und das habe sich bis heute nicht geändert. Gerade dadurch erhalte dieses Buch seine Kraft.

Johann Hinrich Claussen: „Das Buch der Flucht. Die Bibel in 40 Stationen“; Verlag C.H. Beck, München 2018; 332 Seiten mit 45 Abbildungen; 24,95 Euro (als E-Book 19,99 Euro)

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